Degenerative Myelopathie (DM)

… ist eine Erbkrankheit und wird durch einen Gendefekt verursacht.

Die Nerven im Rückenmark sterben langsam ab und verursachen Lähmungserscheinungen. Die Krankheit tritt nicht nur im fortgeschrittenen Lebensalter auf, betrifft jede große Hunderasse und wird oft mit Cauda equina und Spondylose verwechselt. Die Symptome sind Bewegungsstörungen der Hinterhand mit Ataxie, Zehenschleifen bis hin zur kompletten Lähmung. Im Gegensatz zu all den anderen Rückenmarkserkrankungen, verursacht die Degenerative Myelopathie keine Schmerzen.

Nach wie vor gibt es keine Heilung dieser Krankheit aber inzwischen einen Gentest.
Es gibt drei Genotypen:

Genotyp N/N (homozygot gesund)
Genotyp N/DM (heterozygoter Träger)
Genotyp DM/DM (homozygot betroffen)
Auch bei dem Genotyp N/DM kann die Krankheit ausbrechen. Der Gentest des Hundes ist wesentlich billiger als die Untersuchung durch CT oder MRT, wenn der Verdacht auf DM besteht. Zumal der Hund beim den Untersuchungen MRT und CT eine Narkose benötigt, die nicht ganz unproblematisch ist. Den DM Gentest kann man bei Laboklin anfordern.

Man entnimmt eine Speichelprobe durch einen Backenabstrich und kann den Test selber zuhause durchführen. Die zweite Möglichkeit ist beim Tierarzt eine Blutprobe (EDTA-Blutprobe ca. 0,5ml) abnehmen zu lassen und zu Laboklin einsenden.

Entwickelt wurde der DM – Gentest in Amerika. Natürlich kann man auch den Test dort machen lassen. Weitere Informationen zur Degenerative Myelopathie gibt es auf dieser Webseite. Wichtig für den Hund, der an dieser Krankheit leidet, ist Physiotherapie zum Erhalt/Aufbau der Muskulatur.

ResultatDM - FreiDM - TrägerDM - Betroffen
DM - Frei100 % Frei50 % Frei
50 % Träger
100 % Träger
DM - Träger50 % Frei
50 % Träger
25 % Frei
50 % Träger
25 % Betroffen
50 % Träger
50 % Betroffen
DM - Betroffen100 % Träger50 % Träger
50 % Betroffen
100 % Betroffen