Ahnenverlustkoeffizient AVK

Über den AVK lässt sich erkennen, in welchem Maß die Elterntiere eng gezüchtet wurden, unabhängig davon ob sie aus unterschiedlichen Blutlinien stammen. So kann es nämlich vorkommen, dass die Welpen eines Wurfes einen geringen „IK“ haben, da die Elterntiere nicht verwandt sind. Da die Eltern selbst jedoch eng gezüchtet wurden, kommt es zu einem hohen Ahnenverlustkoeffizienten.

Der „AVK“ wird berechnet indem man die Zahl der tatsächlich vorhandenen Ahnen durch die Zahl der möglichen Ahnen teilt. Ein „AVK“ von 100% bedeutet, dass in den berechneten Generationen keine Verwandschaft besteht. Hier sollte man einen Blick auf die Anzahl der Generation werfen. Je mehr Generationen mit einbezogen werden können, desto aussagekräftiger ist der AVK zu sehen. 

  • bei 5 Generationen = 62 Ahnen
  • bei 4 Generationen = 30 Ahnen
  • bei 3 Generationen nur 14 Ahnen

Berechnung des „AVK“:

Jeder Name, der doppelt auftaucht ist abzuziehen.
Jeder Name, der 3x auftaucht ist 2x abzuziehen usw.

Nun rechnet man bei 5 Generationen (62 Ahnen) und einem doppelten Ahnen (1 abziehen)
5 Generationen (62 Ahnen – 1 doppelter)  61:62 = 0,98 = 98% (AVK)
Ein doppelter Ahne in der letzten Generation fällt nicht so stark ins Gewicht.

Ein Beispiel:

Bei einer Ahnentafel über 5 Generationen stehen 62 Namen. Ist keiner doppelt
dann berechnet sich der AVK wie folgt:  (62:62 = 1 = 100% AVK)
Ein AVK von 100% ist in Deutschland sehr selten.

Bei einer Ahnentafel über 3 Generationen stehen 14 Namen. Sind 3 doppelt,
dann berechnet sich der AVK wie folgt: (14 – 2 = 12 : 14 = 0,85 = 85% AVK)

Als Faustregel gilt, dass der Grenzwert von 85% nicht unterschritten werden sollte.